Buchempfehlungen
Titel:
POETRY SLAM, Live-Poeten in Dichterschlachten
- EIN ARBEITSBUCH (inkl. einer Multimedia-CD)
Autorin: Petra Anders
Verlag: Verlag an der Ruhr
ISBN: 978-3-8346-0293-0

Titel:
Poetry Slam in Deutschland
Autorin: Stefanie Westermayr
Verlag: Tectum
ISBN: 3-8288-8764-3


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Das
ABC des Poetry Slams!
Alles, was Ihr darüber wissen müsst ...
A
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N
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Anfänger
Anfänger haben eine faire Chance und sind bei lokalen Slams
immer gerne gesehen (siehe Virgin).
Abstimmung
Die Bewertung eines Slam-Beitrags erfolgt i.d.R. durch
eine Jury aus Zuschauern, die entweder Punkte
vergibt (0-10) oder über Applaus abstimmt. Es gibt auch Varianten
mit Zählsteinen, Stimmkarten o.ä., die beim Einlass ausgegeben
werden. Welches Abstimmverfahren eingesetzt wird, geben die/der
Slammaster vor. Entscheidend ist, dass die Interaktion mit dem Publikum
einen Slam ausmacht.
Anmeldung
An jedem guten Slam liegt am Abend eine offene
Liste aus, über die man sich anmelden kann. Darüber
hinaus kann man als Slammer auch gesetzt werden,
in dem man vom Veranstalter direkt eingeladen wird. Vorteil dabei
ist, dass der Poet i.d.R. die Fahrtkosten erstattet
bekommt. Manche Slams verlangen, dass man sich vorher anmeldet per
E-Mail oder telefonisch.
Applausometer
Dies ist ein Gerät, dass Länge und/oder Lautstärke
des Publikumsapplauses misst und durch Addition und Vergleich den/die
Gewinner ermittelt.
Audience
Participation (Poems)
(engl. = Publikumsbeteiligung) Bezeichnet enerseits das Grundprinzip
des Poetry Slams, dass das Publikum bei der Ermittlung des Gewinners
beteiligt ist und zum Zweiten nennt man Texte, bei denen das Publikum
mitmacht bzw. mitspricht Audience Participation Poems. Dadurch wirkt
die Performance sehr lebhaft - kann aber auch
ins Auge gehen, wenn man es nicht beherrscht.
Autor
Der Autor eines Slam-Textes bzw. Beitrags muss immer der vortragende
Slam-Poet selbst sein - eine Grundregel des Poetry Slams. Es gibt
Ausnahmen, wenn das Motto eines Slams z.B. die Interpretation eines
Werkes eines bekannten Dichters lautet (siehe Cover
Slam).
Back
beat
Ein mit der Stimme erzeugter Rhythmusteppich während
einer Performance (vgl. auch Beatboxing).
Battle
Begriff aus dem Rap, der die direkte
Konfrontation zweier oder mehrerer improvisierender Wortakrobaten
bezeichnet. Beim Poetry Slam ist der Wettbewerb zwischen den Poeten
gemeint (meist auch das Finalstechen).
Beatboxing
Eine aus dem Rap stammende Vortragstechnik, bei der mit
Stimme und Mikrophon rhythmische Klänge erzeugt werden.
Champ,
Champion
Bezeichnet den/die Gewinner/in eines Poetry Slams. Wird
normalerweise benutzt, um Sieger von nationalen Slams zu bezeichnen.
Chicago
Ist die Wiege des Poetry Slams. Der Überlieferung
nach veranstaltete Marc Smith am 25. Juli 1986 im Green-Mill-Club
den ersten Poetry Slam nach den klassischen Regeln.
Community
So nennt man die Gemeinschaft der Slammer, Veranstalter,
das Stammpublikums eines Ortes (siehe lokaler Slam),
eine Slam-Gruppierung um eine Website, einen Verlag oder ähnliches.
Cover
Slam
Im Gegensatz zu dem klassischen Poetry Slam dürfen/müssen
hier Poeten Texte anderer Autoren (z.B. berühmte Dichter, Lieblingsautoren,
Filmzitate, Werbetexte, etc.) performen.
Dichterwettstreit
Poetry Slam wird auch Dichterwettstreit genannt.
Eintritt
Auftretende Slam-Poeten haben immer freien Eintritt. Je
nach Veranstaltung werden aus den Umsätzen Fahrtkosten,
Freigetränke, Übernachtungsmöglichkeiten, Siegertrophäe,
Technikkosten, Marketing, etc. finanziert. Manchmal bekommt der
Sieger auch noch eine Siegprämie. Wir in SLAMbeuren finanzieren
damit auch die Poetry-Workshops vor Ort, um die Kosten für
die Teilnehmer gering zu halten bzw. sogar kostenfrei anbieten zu
können.
Englische
Fachbegriffe
Ein Glossar englischer Fachbegriffe zum Thema Poetry Slam
findet Ihr im Blog des Slam-Begründers Marc Kelly Smith "Slampapi".
http://slampapi.com/blog/glossary
Featured
Poet
Ähnlich wie im Musikbusiness bezeichnet dies einen
Ehrengast, show act oder special guest, der zu einem Poetry Slam
gezielt eingeladen wurde und außer Konkurrenz auftritt.
Freestyle
Begriff aus dem Rap, der den Stil eines Poeten
bezeichnet, der seinen Text spontan erzeugt bzw. auf vorgegebene Stichworte
von Kontrahenten oder aus dem Publikum eingeht. In so genannten Freestyle-Slams
müssen alle Beiträge spontan auf der Bühne erzeugt
werden (wobei die Poeten nicht selten fertige Textbausteine und poetische
Phrasen verwenden).

Gewinn
Der ist beim Poetry Slam meistens symbolisch: Ein spezielles
T-Shirt, ein gutes Fläschchen, eine Urkunde oder Trophäe.
Auch Gutscheine (etwa für edle Restaurants) oder kleinere Geldbeträge
werden gelegentlich vergeben. Der wahre Gewinn eines Slam-Champions
aber sind die Ehre des Sieges, der Neid der Kontrahenten und der
Jubel des Publikums.
Gewinner/in
Das ist beim Poetry Slam der/diejenige, der/die am Ende
des Wettbewerbs vom Publikum oder von der Jury ermittelt werden.
GIPS
German International Poetry Slam - jährlich ausgetragener Wettstreit
der Bühnenliteratur, bei dem sich die besten aller deutschsprachigen
Slammer treffen, um den Slam-Champion deutscher
Zungen zu küren. Deutsch und international zugleich deshalb,
weil hier auch Poeten aus der Schweiz und Österreich, sowie
aus allen deutschsprachigen Teilen der Welt teilnehmen. Um mitmachen
zu können, muss man sich über einen lokalen Slam qualifizieren.
Green
Mill
So heißt die Jazzkneipe in Chicago, wo am 25. Juli
1986 Marc “Slampapi” Smith den ersten Poetry Slam klassischer
Art veranstaltete. Dort findet bis heute der legendäre Uptown-Slam
statt.
Gruppenwettbewerb
Wird auch Team-Wettbewerb genannt, ist die Kategorie vor
allem innerhalb der National Slams, bei der die teilnehmenden Poeten
nicht einzeln, sondern als Gruppe performen. Gilt bei Kennern als
höchste Form der Slam Poetry, weil hier neben dem Text und der
guten Performance auch das originelle Zusammenspiel
zählt - und somit der Vortragskunst eine neue Dimension hinzugefügt
wird. (Vgl. auch Team und Teampiece.)
Manche
deutschen Communities nennen ihre saisonale Stechen all ihrer Monats-
bzw. Quartalssieger nach gleichnamigen Hollywood-Streifen mit Christopher
Lambert als unsterblichen Highlander, denn: "Es kann nur einen
geben!" - nur der Sieger kommt weiter.
Urbane
Jugendkultur, die sich seit den Siebziger Jahren aus den Ghettos der
amerikanischen Schwarzen weltweit verbreitet hat. Daraus entwickelten
sich kulturelle Stile, die sich bis heute prägend auf Mode, Kunst
und Musik auswirken. Der aus der Musik des HipHop entsprungene Rap
bezeichnet verschiedene Formen improvisierten rhythmischen Sprechgesangs
mit speziellen Reim- und Wortrhythmustechniken, der die Sprachkultur
des Poetry Slams stilistisch entscheidend beeinflusst.
Host
Das ist der Gastgeber eines Poetry Slams. Kann - muss aber nicht
-, gleichzeitig auch der Moderator oder MC (Master
of Ceremony) des Abends sein. Gute Hosts sorgen für die
geeignete Atmosphäre und Stimmung eines Slams.

Individual World Poetry Slam Championships
Entstammt
einer Idee panamerikanischer Slammer, um neben den National Slams
auch internationale Meisterschaften austragen zu können, an denen
sich auch Poeten beteiligen können, die zu
keiner Community gehören (so genannte wild
poets). http://iwps.poetryslam.com
Jury
Entweder besteht die Jury aus dem gesamten Publikum und bewertet
die Poeten per Applausabstimmung oder der MC (Master
of Ceremony) bestimmt aus dem Publikum die Jury, die dann ihre
Wertung vergibt (Noten oder Punkte per Zahlentafeln oder Zuruf). Der
Nachteil der Wertung durch eine handvoll Menschen liegt darin, dass
die Auffassung des Publikums von der Jurywertung abweichen kann, was
die zentrale Frage der Audience Participation
(Publikumsbeteiligung) berührt und am Ende zu lebhaften öffentlichen
Disputen führen kann.
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